Bergwein: Steiler wirds nicht!

Gemäß österreichischem Weingesetz stammt ein „Bergwein“ aus Lagen mit mindestens 26 Prozent Steigung. Die geschützte Bezeichnung ist eine Würdigung der schweißtreibenden Handarbeit in den steilen Weingärten.

Über zwei Drittel unserer Weingärten sind Lagen mit extremen Steigungen. Daraus stammen unsere Spitzenweine wie Ried Nussberg oder Ried Sulz, aber auch Gewächse, denen wir künftig in unserem „Bergwein“ eine Bühne bieten wollen.

Alte Bezeichnung, neues Image

„Bergwein“ ist der einzige gesetzlich geregelte Begriff, der auf die Erschwernis seiner Produktionsbedingungen in den steilen Weingärten hinweist. Alle anderen geregelten Begriffe beziehen sich auf Herstellungsmethoden, Qualitätsstufen oder Herkunft.

Über Jahrzehnte hinweg war „Bergwein“ eine gebräuchliche Bezeichnung auf Etiketten südsteirischer Weine. Dass der Begriff auch ohne Qualitätsweinprüfung verwendet werden darf, trug nicht gerade zum guten Ruf des Bergweins bei. Deshalb wollen wir dieser einzigartigen Anerkennung für die harte Arbeit erneut zu Renommee verhelfen.

Wie schmeckt steil?

Als Hommage an die Vielfalt und die Steillagen der Südsteiermark keltern wir einen „Bergwein“ aus Trauben unserer Paradelagen. Mit einem hohen Anteil an Sauvignon Blanc bekennen wir uns zu unserer Leitsorte, doch auch der Ertrag der alten, knorrigen Welschriesling-Rebstöcke fließt in unseren Bergwein ein.

Wenn jemand fragt, wie südsteirischer Wein schmeckt, würden wir das mit unserem Bergwein beantworten: würzig, Kräuter, gelbe Frucht, salzig-mineralisch.

Unser „Bergwein“ wird handwerklich erzeugt: aufwändige Handlese, penible Selektion, respektvoller und schonender Umgang mit den Trauben im Presshaus. Gemeinsam mit dem Verzicht auf Technologien, die den Prozess des Weinwerdens beschleunigen, schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass der Wein seinem ureigenen Charakter treu bleiben kann.

 

 

 

Inspiration vom Etikett

September 2020